Postcards from tomorrow

für Blasorchester

Sinfonische Dichtung • 2021
Schwierigkeitsgrad 2.5 (leicht) • 07:00 • FC Music Publishing
Auch für
Brass Band.

Instrumentation : Picc(opt), 2Fl(2.opt), Ob, Bsn(opt), EbCl(opt), 3Cl(3.opt), BCl(opt), 2ASax, TSax, BSax(opt), 3Tpt(3.opt), 2Hn, 3Tbn(3.opt), Euph, Tba, DBs(opt), 4Perc(3.opt)

Beim Schreiben von Postkarten von morgen ließ ich mich von einer Tradition inspirieren, die ich poetisch finde: Manche Kinder vergraben eine Schachtel im Garten mit Spielzeug, Zeichnungen, in den sie ihre Wünsche für ihre Zukunft illustrieren, und die sie als Erwachsene ausgraben werden. Damit wollte ich die poetische Interpretation dieser Tradition erweitern: was wünschen wir uns für die Zukunft, welche Postkarten möchten wir unseren Enkeln schreiben?

Ich habe dieses Stück in drei attaca gespielten Sätzen geschrieben - jeder Satz repräsentiert eine Postkarte mit symbolischer Bedeutung.

I. Abandoned Blockhouses 

(Verlassene Blockhäuser)

Le titre du premier mouvement fait référence à la guerre et à la capacité de destruction de l’humanité. A une époque où les défis socio-politiques et environnementaux sont aussi importants, il est primordial que nous n’oubliions pas les horreurs du passé : comme des blockhaus abandonnés, les reliques de nos horreurs resteront pour longtemps. Mais il faut avancer.

Der Satz beginnt mit einer Passage mit zufällige Musik. Das Thema der Erde, das das ganze Stück durchziehen wird, wird dort ab dem fünften Takt gespielt. Das Thema entwickelt sich dann zu einem Schrei der Verzweiflung in d-Moll (Buchstabe A), vor einem Abschnitt, der die Schrecken des Krieges darstellt, dargestellt durch aggressive Muster auf Schlagzeug und tiefe Blechbläsern. Das von den Holzbläsern und dem Vibraphon gespielte ostinato-Motiv verkündet der letzte Abschnitt: eine Fanfare nach dem gregorianischen Dies Irae , dessen Text den Tag des göttlichen Zorns ankündigt, der aber vor allem eine Bitte um Vergebung für unsere Sünden ist.


II. Pagoda at the Lake 

(Die Pagode am See)

Le deuxième mouvement s’inspière de la pagode, monument religieux abritant les reliques de personnages sacrées dans certains cultes asiatiques. Ceci pourrait ainsi symboliser le fait que l’humanité, pour pouvoir faire face aux défis auxquels elle est confrontée, pourrait avoir besoin de rechercher ses racines et de se poser la question des choses importantes dans son histoire.

Ce mouvement se veut calme et apaisé : il est ainsi constitué d’un matériau musical simple et met en évidence certains solistes de l’ensemble. Il suit en outre une structure en arche (ABCBA), rappelant l’architecture harmonieuse de la pagode.

III. Building Bridges 

(Construire des ponts)

Der dritte und letzte Satz ist ein Aufruf zur Hoffnung. Sobald wir uns an unsere Vergangenheit erinnern, ist es an der Zeit, uns globalen Herausforderungen zu stellen und die Brücken zu bauen, die uns zu einer besseren Welt führen. Das sind Postkarten die ich gerne unseren Enkeln schicken möchte ( Postcards for tomorrow ), aber vor allem bin ich überzeugt, dass dies die Postkarten sind, die künftige Generationen erhalten möchten (Postcards from tomorrow ).

L’ostinato de vibraphone et le motif rythmique exposé dès les spremières mesures servent de « pont » entre les différentes sections du mouvement, impliquant une forme rondo évoluant au fil des répétitions. Les deux premières sections reprennent le matériau musical des mouvements précédents et conduisent à une dernière répétition du pont, plus funky, avant un final héroïque. 

Im Juli 2021 gewann dieses Stück den ersten Preis beim Kompositionswettbewerb „La Bacchetta d'Oro“.