Postcards from tomorrow
für Brass Band
Sinfonische Dichtung • 2021/2026
Schwierigkeitsgrad 2.5 (leicht) • 07:30 • FC Music Publishing
Auch für
Blasorchester.
Instrumentation : Standard BB, 4Perc(3.opt)
Postcards from Tomorrow entstand aus einem einfachen Bild : Kinder, die eine Schachtel mit Zeichnungen und Gegenständen vergraben – stille Botschaften an ihr zukünftiges Selbst. Aus dieser Tradition erwächst eine weiterführende Frage: Welche Wünsche haben wir für morgen, und welche Botschaften möchten wir kommenden Generationen hinterlassen?
Das Werk besteht aus drei miteinander verbundenen Sätzen (attaca), die als Postkarten aus der Zukunft gedacht sind.
I. Abandoned Blockhouses
(Verlassene Blockhäuser)
Der erste Satz betrachtet die Narben der Geschichte. Wie verlassene Bunker bleiben die Spuren menschlicher Gewalt lange bestehen. Instabile Motive lassen ein Erd-Thema entstehen, das Leitmotiv des Werkes, welches sich allmählich in einen Aufschrei verwandelt. Die Musik durchschreitet die Brutalität des Krieges, bevor sie sich in einer vom Dies Irae inspirierten Fanfare erhebt – eine ambivalente Bitte zwischen Gericht und Erlösung.
II. Pagoda at the Lake
(Die Pagode am See)
Als Ort der Erinnerung und Besinnung wird die Pagode zum Symbol der Rückkehr zum Wesentlichen. Dieser ruhige und meditative Satz basiert auf einer reduzierten musikalischen Sprache und stellt mehrere Solostimmen in den Vordergrund. Die Bogenform (ABCBA) spiegelt Ausgewogenheit und Harmonie wider.
III. Building Bridges
(Construire des ponts)
Der letzte Satz eröffnet einen Raum der Hoffnung. Nach der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ruft er zum Verbinden, Zusammenführen und Gestalten auf. Ein rhythmisches Ostinato fungiert als klangliche Brücke zwischen den Abschnitten und bildet ein Rondo, das Erinnerungen mit einer entstehenden Zukunft verbindet. Die Musik steigert sich allmählich zu einem leuchtenden Schluss.
Im Juli 2021 gewann dieses Stück den ersten Preis beim Kompositionswettbewerb „La Bacchetta d'Oro“.