Stratoscape

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2020 (bearb. 2022) • Blasorchester • Grad 4.5 • 13’30 • FC Music Publishing

Besetzung Picc, 2Fl, Ob, Bsn, 3Cl, BCl, 2ASax, TSax, BSax, 3Tpt, 3Hn, 3Tbn, Euph, Tba, DBs(opt), Synth(opt), Harp(opt) // 5-7Perc (4Timp, 2WB, SD, 2 SusCymb, Tri, H-H, 4RotoT, BChimes, BD, Cbsa, Tamb, CrashC, T-T, SleighB, WindG, Glock, Xylo, Vibra, 2Bon, 2Con, TubB, Mar, FloorT)

Stratoscape ist ein sehr farbenfrohes und kontrastreiches Werk für Blasorchester. Sie beschreibt den Blick auf unseren Planeten aus der Stratosphäre: Es ist eine bildhafte Reise, aber auch metaphorisch, insofern es auch eine Distanzierung von unserer Welt ist.

Das Werk ist in 5 Abschnitte gegliedert und folgt einer allgemeinen „schnell-langsam-schnell“-Struktur: Abschn. I – II / III / IV – V. Ich habe versucht, die musikalische Sprache zu variieren, um kontrastierende Abschnitte zu schaffen, während ich das Werk durch gemeinsames musikalisches Material vereinheitliche, das fast vollständig (melodisch oder rhythmisch) von dem Hauptthema abgeleitet ist, das von Anfang an gezeigt wurde Maß des Stückes.

I. Ignition ! (Zündung der Motoren!)

In diesem Abschnitt habe ich versucht, die Majestät unseres Planeten und die Aufregung, ihn aus der Stratosphäre zu sehen, in Musik zu setzen. Beginnen wir unsere Reise in die Lüfte! Das Werk beginnt mit einer energischen fanfarenartigen Einleitung, die der Exposition eines Hauptmotivs (Takt 13) und eines Nebenthemas (Takt 25) vorangeht, das in anderen Abschnitten als melodisches Hauptmaterial dienen wird. Eine marschartige Entwicklung des Themas erfolgt bei T. 34, vor der Rückkehr der Einleitung bei T. 75.

II. Broadness & The Big Blue (Breite & the Big Blue)

Das sekundäre musikalische Material von Abschnitt I wird nun minimalistisch und atmosphärisch behandelt (T. 90), wobei die Weite der Landschaften unseres Planeten ebenso dargestellt wird wie die Weite der Meere. Die Musik verschiebt sich von m. 145, wodurch ein entscheidendes Motiv der tiefen Blechbläser herausgestellt wird, das von der leitmotivischen Terzbeziehung abgeleitet ist, die im gesamten Stück vorhanden ist.

III. Stars Shining from Down and Above (Sterne funkeln von oben und unten)

Der zentrale Teil der Arbeit beschreibt die zerbrechliche Schönheit unserer Erde bei Nacht. So leuchten die Sterne von oben und unten, sei es das Funkeln der Sterne oder die von der Erde ausgestrahlten Lichter. Diese Dualität kann poetisch gesehen werden: wir, winzige Lichter, die unten leuchten, und die unzähligen Sterne des Universums, die die gesamte Menschheit und alles menschliche Leben symbolisieren, das die Erde durchlaufen hat.

Nach einem atmosphärischeren Abschnitt enthüllt das Oboensolo ein lyrisches Motiv, das zu einem ruhigen Abschnitt führt und mehreren Solisten des Ensembles Gelegenheit gibt, sich auszudrücken.

IV. Destructive Forces (zerstörerische Kräfte)

Dieser Abschnitt möchte die Erhabenheit und schiere Gewalt der Natur beschreiben (Fanfarenmuster in Takt 260 und 369), aber auch die von Menschen verursachte Zerstörung. Das von Takt 145 abgeleitete Bass-Bläsermotiv wird hier sehr aggressiv entwickelt und zeigt wirklich rohe und durchdringende Kraft. Der Abschnitt räumt einem massiven Schlagzeugabschnitt einen Ehrenplatz ein und erweitert das Material der früheren Abschnitte auf sarkastische, manchmal fast verrückte Weise. Die Musik zerfällt bei Takt 308 und führt abrupt zu einem eindringlichen quasi senza misura Abschnitt, in dem das Nebenthema gespenstisch behandelt wird. Die Musik kehrt dann zu den abrupten Klängen des Anfangs des Abschnitts zurück.

V. One and Only Home (Unser einziges Zuhause)

Der letzte Abschnitt kehrt zu einer an Minimalismus erinnernden Schreibweise zurück (Takt 380) und verschafft uns einen Moment der Ruhe vom Chaos von Abschnitt IV. Das musikalische Material der vorangegangenen Abschnitte wird rekapituliert, während die letzten Takte (T. 406 ff.) für ein hoffnungsvolles und enthusiastisches finale sorgen.


Das Stück wurde im November 2020 komponiert und Anfag 2022 bearbeitet und wird im Dezember 2022 vom Blasorchester Civica Filarmonica di Lugano uraufgeführt, unter der Leitung von Franco Cesarini.